ChatGPT & Co. kritisch nutzen: Workshop der HSHL zum reflektierten Umgang mit KI
Künstliche Intelligenz ist aus unserem (schulischen) Alltag nicht mehr wegzudenken. Tools wie ChatGPT begegnen unseren Schüler:innen längst nicht mehr nur im privaten Umfeld, sondern spielen auch beim Lernen, bei Hausaufgaben und insbesondere beim Verfassen von Facharbeiten eine immer größere Rolle. Umso wichtiger ist ein reflektierter und verantwortungsvoller Umgang mit diesen digitalen Hilfsmitteln.
Genau hier setzte der Workshop an, den Frau Heckmann und Frau Schlüter von der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) für unsere Schüler:innen der Q1 diese Woche angeboten haben. Zu Beginn zeigte eine digitale Abfrage, dass viele Oberstufenschüler:innen bereits regelmäßig KI nutzen – vor allem, weil sie die Informationssuche als schneller und einfacher empfinden als eine klassische Recherche über Suchmaschinen wie Google.
Im weiteren Verlauf des Workshops erhielten die Jugendlichen spannende Einblicke in die Funktionsweise von KI-Tools. Dabei wurde deutlich, dass ChatGPT zwar ein hilfreiches Werkzeug sein kann, jedoch keinen Zugriff auf lizenzierte wissenschaftliche Literatur hat, wie Frau Schlüter erläuterte. Vielen Schüler:innen war zudem nicht bekannt, dass es spezialisierte KI-Tools wie Semantic Scholar oder Elicit gibt, die gezielt wissenschaftliche Artikel als Rechercheergebnisse liefern.
Frau Heckmann machte außerdem eindrücklich klar, warum KI-Ergebnisse stets kritisch hinterfragt werden müssen: KI kann unvollständige oder fehlerhafte Informationen liefern oder sogar Quellen erfinden, die gar nicht existieren. Ein unreflektierter Einsatz birgt daher erhebliche Risiken – insbesondere im wissenschaftlichen Arbeiten.
Einigkeit herrschte jedoch darüber, dass KI-Werkzeuge – auch ChatGPT – eine sinnvolle Unterstützung sein können, etwa bei der ersten Annäherung an ein Thema oder bei der Strukturierung von Sachverhalten. Voraussetzung dafür ist allerdings ein gutes „Prompting“. Anhand konkreter Beispiele zeigten die Referentinnen, wie durch präzise und durchdachte Prompts die Qualität der Ergebnisse deutlich verbessert werden kann.
Wir hoffen, unseren Schüler:innen mit diesem Workshop eine wertvolle Unterstützung für ihr wissenschaftliches Arbeiten geboten zu haben, und bedanken uns herzlich bei Frau Heckmann und Frau Schlüter für ihren informativen und praxisnahen Besuch an unserem GSO.