Gemeinsam über sich hinauswachsen – eine unvergessliche Ski-Woche im Ahrntal
Nach zweijähriger Pause war es endlich wieder soweit: Die 9er-Klassen unserer Schule sind gemeinsam zur Ski-Exkursion ins schöne Ahrntal in Südtirol aufgebrochen. Ein geräumiger Doppeldecker Bus holte die Jugendlichen und ihre 8 Betreuerinnen und Betreuer (Kd, Kn, Lo, Pr, Sf, Spr + zwei Sportstudenten) am späten Freitag-Nachmittag (14.03.) an der Busschleife in Overhagen ab und fuhr sie in einer entspannten Nachtfahrt ins Alpenpanorama.


Pünktlich um 7 Uhr morgens kam die Gruppe dort am Hotel Auren in St. Johann an und konnte direkt zum Frühstücks-Buffet durchmarschieren. Der weitere Samstag stand ganz im Zeichen des Ankommens und der Organisation. So wurden die Zimmer bezogen und das Ski-Material im Ski-Verleih im Nachbarort anprobiert und ausgeliehen sowie Skipässe und Essensgutscheine für die weiteren Tage im Skigebiet abgeholt. Nachmittags gab es vom Ski-Papst Herr Pradel auf der Wiese hinter dem Hotel eine erste kleine Trocken-Einführung in die Handhabung der Schuhe und Ski. Die beiden kleinen Supermärkte und vor allem die Pizzeria um die Ecke wurden schnell gefunden und erobert – auch wenn das Abendessen im Hotel jeden Tag reichlich an Auswahl bot.
Nach einer erholsamen und vor allem sehr ruhigen Nacht, in der der fehlende Schlaf der Busfahrt nachgeholt wurde, war es dann Sonntagmorgen soweit: Es ging ab ins Skigebiet und auf die Ski! Da das Wetter an diesem Tag noch nicht so wirklich mitspielte, wurde das „Klausi-Land“, das spezielle Anfängergebiet im Tal, übersprungen, da es hier regnete, und direkt mit der Gondel ins eigentliche Skigebiet auf 1.250 Meter gefahren. Hier fiel statt Regen schöner Schnee und auch das Panorama war deutlich winterlicher. Die Schüler:innen, die bereits Skifahren konnten, fingen direkt an, mit Herrn Sprute das Gebiet zu erobern. Alle anderen machten ihre ersten Erfahrungen: Schritt für Schritt und Sturz vor Sturz machten sie ihre Fortschritte, fuhren ihre ersten kleinen Kurven, lernten „Pizza“ und „Pommes“ kennen und meisterten zum Teil schon erste Pistenabschnitte. Über die folgenden Stunden und Tage wurden aus oftmals sorgen- und respektvoll dreinblickende Augen nach und nach vor Begeisterung und Euphorie erstrahlte Gesichter. Vor allem aber war auch nach und nach berechtigter Stolz bei den Jugendlichen zu sehen, wenn sie ihre individuellen Ängste überwanden, Fortschritte machten und für sich das Skifahren und dadurch das Alpenpanorama nach und nach erschlossen. Ein Großteil der „Anfänger“ machte zum Ende der Woche auch vor roten und schwarzen Pisten keinen Halt mehr.
Ab Montag kamen wir in den Genuss des „Kaiserwetters“, welches das Naturerlebnis zu einer wahren Augenweide und noch mehr Freude machte.
Für die kulinarische Auszeit sorgte der „Almboden“. Die Jugendlichen konnten sich dort bei einem Mittagessen drinnen oder in der traumhaften Sonne stärken. Die Zeit zwischen dem Ski-Tag bis zum Abendessen nutzten die Jugendlichen zum Ausruhen, Duschen, Einkaufen, Spielen und Quatschen. Abgerundet wurde jeder Tag bei einer gemeinsamen Besprechung am Abend, bei der jedes Mal als Highlight aufgrund von besonderen Vorkommnissen zwei „Pistenfrösche“ für den folgenden Ski-Tag gewählt wurden.
Eine tolle Stimmung innerhalb der Gruppe, eine tolle Haltung der Schüler:innen zur Fahrt und die Verantwortung, die alle füreinander auf und neben der Piste trugen, rundeten das Erlebnis für alle Beteiligten ab. Auch der Verletzte, den es dieses Jahr leider gab, konnte durch die tolle Hilfe und Unterstützung seiner Mitschüler:innen die restlichen Tage noch sehr genießen.

Nach einer rundum gelungenen Ski-Woche brachten zwei Busse die Gruppe erschöpfter aber um viele Erfahrungen reicher gewordenen Jugendlichen am Samstag gegen späten Abend wieder nach Overhagen in die Arme ihrer Eltern zurück.