GEMEINSAM • LEBEN • LERNEN

Tradition und Konzept

Das Gymnasium Schloss Overhagen wurde 1962 von einem Kreis engagierter Pädagogen ins Leben gerufen. Der Grundgedanke war, Kinder mit ihren persönlichen Begabungen und Fähigkeiten in den Mittelpunkt des schulischen Lebens zu stellen. Lernen mit Freude in angstfreier Atmosphäre hat damals wie heute das Miteinander von Schülern und Lehrern geprägt. Insbesondere die Überschaubarkeit unseres zweizügigen Gymnasiums schafft die familiäre Atmosphäre, in der die Schüler: innen optimal gefördert werden. Schloss, Park und Gräfte tun ein Übriges, dass sie sich vom ersten Tag an zu Hause fühlen.

Unsere Schulmitbegründerin Frau Dr. Erika Hovermann formulierte es so:

"Die Freiheit, ohne Angst Fragen zu stellen, eine andere Meinung zu vertreten, Kritik zu äußern und die Bereitschaft, Kritik anzuhören, machte es möglich, dass eine Atmosphäre des Lernens und Lehrens und ein Umgangsstil untereinander entstand, die man bald den "Overhagener Geist" nannte."

Dr. Erika Hovermann

Das Konzept

Im Jahre 1962 eröffnete der Schulverein Schloss Overhagen e.V. das Gymnasium Schloss Overhagen, um die Vorstellungen seiner Gründer von einer damals neuen Pädagogik zu verwirklichen. Das Vertrauen in die Autonomie des jungen Menschen und das Bewusstsein von seiner Verantwortung für die Gemeinschaft waren tragende Leitgedanken dabei.

Um die jungen Menschen möglichst umfassend bilden zu können, wurde der Schule eine Tagesheimschule mit Silentium angegliedert, die damals eine der ersten dieser Art in Nordrhein-Westfalen war. Damals wie heute freuen wir uns über ein vielfältiges, auch finanzielles Engagement der Elternschaft - ein "Schulgeld" wurde und wird am GSO aber keinesfalls erhoben.

Leben und Arbeiten in der Schule sind geprägt von einem freien, offenen Verhältnis untereinander. Die Freiheit, ohne Angst Fragen zu stellen, eine eigene Meinung zu vertreten, Kritik zu äußern und die Bereitschaft Kritik anzuhören machen es möglich, dass eine Atmosphäre des Lernens und Lehrens und ein Umgangsstil untereinander gelebt werden, welche diese Schule prägen.

Das Gymnasium Schloss Overhagen bietet das Abitur nach dreizehn Schuljahren (G9) an und versteht sich als eine Schule, in der zur Selbstverantwortung und zur Mitverantwortung erzogen wird. Für das Hineinwachsen in die Selbstverantwortung leiten wir dazu an, eigenes Tun zu überprüfen, Wertmaßstäbe anzulegen und gegebenenfalls sich selbst zu korrigieren, so dass die Korrektur von außen abnehmen kann und die Selbstverantwortung der Heranwachsenden zu­nimmt. Gleichzeitig soll aber auch bei den Lernenden das Bewusstsein dafür geweckt oder gestärkt werden, dass wir für die Gemeinschaft, in der wir leben und lernen, Mitverantwortung tragen.

Dazu gehört, Hilfsbereitschaft zu üben und - was schwerer zu verwirklichen ist - nicht wegzuschauen, wenn Unrechtes geschieht. Dafür ist es von großer Wichtigkeit, gewaltlose Konfliktbewältigung zu lernen und zu üben. Die Diskussion in Offenheit "mit der Bereitschaft, Kritik zu üben und Kritik anzuhören" wird von uns für wichtig gehalten und von uns geübt. Verständnis für die Meinungen anderer soll gewonnen werden, in vergleichenden Begründungen müssen unterschiedliche Meinungen verarbeitet und schließlich Lösungen gesucht werden.

Nur in einer solchen angstfreien und auf Vertrauen basierenden Atmosphäre kann Lernen Freude bereiten, können sich Neugier und Motivation entwickeln. Diese wiederum sind Voraussetzung für gute Leistungen, für dauerhaften Lernzuwachs und fundierten Wissenserwerb.

Leistung, ein Schlüsselbegriff unserer Gesellschaft, soll am Gymnasium Schloss Overhagen als etwas Positives erlebt werden. Unsere Schule will die Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler fördern. Wir verstehen Leistung nicht einseitig kognitiv, sondern fassen darunter auch Kreativität, soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit auf. Dabei orientieren wir uns an der Förderung der individuellen Begabungen unserer Schülerinnen und Schüler.

Wir sind sicher, dass die uns anvertrauten jungen Menschen persönlich so gestärkt und gut vorbereitet mit dem notwendigen Wissen und den erforderlichen Kompetenzen in ihr Studium und ihr Berufsleben entlassen werden.

Das Gymnasium Schloss Overhagen (G9) ist eine kleine, zweizügige Schule mit nahezu 500 Schülerinnen und Schülern. Diese werden von etwa 35 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Die geringe Größe der Schule und deren Lage auf dem Schlossgelände bringen Überschaubarkeit mit sich und damit eine familiäre Atmosphäre, in der die Schüler*innen sich zu Hause fühlen können.

Für unsere Schule ist es charakteristisch, dass ein sehr persönliches Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden besteht. Pünktlichkeit, gegenseitiger Respekt und Toleranz sind uns für unser Zusammenleben wichtig und vermitteln den Schüler*innen Werte für ihr weiteres Leben.

Die Lehrer*innen am Gymnasium Schloss Overhagen sehen sich als Helfende und Beratende im Lernprozess der Schüler*innen; wir regen Lernen an und unterstützen die Schüler*innen bei der Organisation ihrer eigenen Lernprozesse. Diese pädagogische Arbeit ist nur in einem Klima gegenseitigen Vertrauens zwischen Lernenden, Lehrenden und Eltern und möglich. Die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern und ein vertrauensvoller Umgang zwischen Schülern und Lehrern spielen hierbei eine wesentliche Rolle.

Dies ist für uns von besonderer Bedeutung gerade bei der Integration von Lernenden mit Migrationshintergrund. Wir empfinden deren unterschiedliche kulturelle Wurzeln als Bereicherung und wollen ihnen Mut machen, sich selbstbewusst in das politische und vielfältige Leben unserer Gesellschaft einzubringen.

Im Rahmen des Offenen Ganztagsangebots mit Hausaufgabenbetreuung und Arbeitsgemeinschaften lernen wir Lehrer: innen unsere Schüler: innen in ganz anderen Zusammenhängen und Rollen kennen - und umgekehrt- und Partnerschaft wird konkret erlebbar.

Schon seit der Schulgründung und ihrer Aufbauphase halfen Schüler: innen bei der baulichen Gestaltung der Schule und auch heute ist ihre Mitwirkung überall präsent, wie unter anderem die Kunstwerke in den Fluren und Klassenräumen bezeugen.

Kein Widerspruch an einem kleinen Gymnasium.

Da das GSO zunächst (auch) als Internat geführt wurde, können sowohl der offene Ganztag als auch die individuelle Förderung bei uns auf eine lange Tradition zurückblicken. Unsere Hausaufgabenbetreuung und die Förderkurse in den schriftlichen Fächern werden in der Regel von Lehrerinnen und Lehrern geleitet. Die einzelnen Nachmittage sind individuell buchbar, so dass dies Schüler: innen und Eltern größtmögliche Freiheit gewährt.

Ein weiteres Merkmal unserer Schule ist ihr integrativer Charakter: nicht nur Schüler: innen unterschiedlicher Nationalitäten und Religionen, sondern auch solche mit Behinderungen (Körperbehinderte/ Rollstuhlfahrer, Asperger-Syndrom) besuch(t)en unsere Schule und legten ihr Abitur erfolgreich ab. Abgesehen von der nahezu völligen Barrierefreiheit des GSO sind es die vielfältigen Formen des sozialintegrativen Lernens, wie z.B. das Einüben von Konflikt-Lösungsstrategien mit Beginn der Klasse 5 durch unsere Streitschlichtungs-AG - angeleitet von Schülerinnen und Schülern - oder das Mentorensystem für jüngere Schüler: innen bis hin zur Kooperation mit sozialen Institutionen/Verbänden, die im Bereich der Stadt Lippstadt aktiv sind.

Sehr früh wurde am GSO auf die sich verändernde Gesellschaft bzw. die Auswirkungen der Globalisierung und die damit verbundenen Ansprüche an die Fremdsprachen- und Medienkompetenz reagiert: Wir haben eine über 30-jährige Erfahrung mit einem Schüler: innen-Austausch mit England. Zudem hat das GSO bereits Ende der 90er Jahre bilingualen Unterricht im Differenzierungsbereich angeboten. Derzeit bieten wir den Lernenden die Möglichkeit, das Cambridge Certificate zu erwerben. 

Der Ausbildung von Medienkompetenz wird von Beginn an ein Platz in der Stundentafel eingeräumt: So lernen seit beinahe zwanzig Jahren, beginnend mit der Kl. 5, die Schüler: innen nicht nur den Umgang mit dem PC (und Tablet) als Arbeitsgerät, sondern auch das Internet als Informationsquelle sinnvoll und rechtlich abgesichert zu nutzen. Zudem bilden wir die Lernenden zu Medienscouts aus. Diese helfen den Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I beim sinnvollen Umgang mit Smartphones und sozialen Netzwerken. Besonders hervorzuheben ist die moderne Ausstattung unserer Schule. Als erste Schule im Kreis Soest war das GSO bereits früh in allen Klassen- und Fachräumen mit digitalen Tafeln ausgestattet und bietet somit eine moderne und sehr abwechslungsreiche Unterrichtsgestaltung an.
Weiterhin wurde in Zusammenarbeit mit der Ingenieurskammer und der Fachhochschule Hamm-Lippstadt, im Differenzierungsbereich "Informatik und Technik" ein Einführungsmodul in die Grundlagen des Ingenieurberufes eingerichtet. Hier erfährt der Gedanke, Schüler: innen frühzeitig an die Naturwissenschaften heranzuführen (wie schon im teutolab am GSO oder der Lego-Mindstorm AG) eine wichtige Ergänzung. Wir sind damit eines von zwei Gymnasien in NRW, das eine solche Einführung anbietet.

Eine besondere Aufmerksamkeit widmen wir der Persönlichkeitsentwicklung unserer Lernenden. Abgesehen von der geringen Größe des GSO und all den damit verbundenen Implikationen wie z.B. die wertschätzende Atmosphäre des Lernens und Lehrens, der Umgang miteinander und die Bereitschaft, Verantwortung auch für andere zu übernehmen, gilt es hier auch den künstlerisch-musischen Bereich zu nennen, denn Unterricht der besonderen Art ermöglichen das schuleigene kleine Schlosstheater sowie die Kooperation mit der Musikschule Lippstadt. Das Entwickeln und Aufführen von selbstinszenierten Theaterstücken z.B. mit dem Literaturkurs der Oberstufe hat am GSO eine Tradition. Seit dem Schuljahr 2015-2016 bieten wir auch im Differenzierungsbereich der Klassen 9 und 10 das Fach "Theater - Darstellendes Spiel" an.

Schon in der Klasse 5 üben sich unsere Schüler*innen im Erlernen und Anwenden von Konfliktlösungsstrategien; in den Klassen 9 und 10 können sie sich als Streitschlichter ausbilden lassen und helfen, Konflikte zwischen Lernenden zu lösen.
 
Regelmäßige religiöse Schulwochen, soziale Projekte wie Aktion Tagwerk, das Projekt "Schüler helfen Schülern" sowie weitere zahlreiche Spendenaktionen lassen unsere Schüler*innen erfahren und lernen, engagiert Verantwortung für Menschen außerhalb ihrer Schule oder ihrer Lebenswelt zu übernehmen. Seit dem Schuljahr 2017-2018 wird ein Sozialcurriculum umgesetzt, welches in dieser Form einmalig in der Region ist. Alle Schüler*innen der Klassen 8 und 9 des GSO verpflichten sich zu ehrenamtlichen Tätigkeiten in Schule, Vereinen und persönlichem Umfeld. Das Gymnasium Schloss Overhagen ist außerdem ausgezeichnet als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".
 
Die Teilnahme am Bundeswettbewerb "Jugend debattiert", der von unserer Schule auf regionaler Ebene ausgerichtet wird, sowie die regelmäßige Durchführung von (simulierten) Juniorwahlen bei Landtags- und Bundestagswahlen wecken und schärfen das Bewusstsein unserer Schüler*innen als verantwortungsbewusste Bürger und Mitglieder einer demokratischen Zivilgesellschaft.

Schule beschränkt sich nicht nur auf reine Wissensvermittlung an sich. Ein zentraler Zweck der Wissensvermittlung ist die Vorbereitung der Schüler: innen auf eine akademische oder berufliche Ausbildung. Natürlich arbeiten wir hier mit der Agentur für Arbeit eng zusammen und besuchen jährlich die Hochschultage der Universität Münster.
 
Die Lehrer: innen des GSO begleiten die jungen Menschen beim Erlernen eines kritischen Umgangs mit digitalen Endgeräten. Neben all den Vorteilen, welche die digitale Welt mit sich bringt, sind Jugendliche aber auch deutlichen Gefahren, z.B. in sozialen Netzwerken, ausgesetzt.

Der am GSO stattfindende reflektierte und selbstverständliche Umgang mit digitalen Endgerät schärft bei den Schülerinnen und Schülern vorsichtige Verhaltensweisen im Netz und erweitert das Urteilsvermögen darüber. Der sichere Umgang mit Standardsoftware wird nach der Schule oft als selbstverständlich vorausgesetzt.
 
Auf all diese Anforderungen stimmt das GSO sein Konzept der Medienerziehung regelmäßig ab und bietet den Lernenden vielfältige Möglichkeiten im Umgang mit moderner Hard- und Software. Dabei werden wir von den Medienscouts unserer Schule unterstützt.

Wir befinden uns mitten in einer digitalen Umbruchphase: die Welt verändert sich immer schneller, die Computer werden im täglichen Leben immer wichtiger. Das GSO entwickelt sich auch in diesem Bereich stets weiter und ist mit PCs, Laptops, Tabletwagen und Tabletklassen in den Stufen 5 und 6  sowie Smart Boards in allen Räumen ausgestattet.
 
Besondere Akzente setzen wir am Gymnasium Schloss Overhagen mit dem verbindlichen PC-Unterricht schon in der Jahrgangsstufe 5, mit der jährlichen Teilnahme am Topsim-Projekt der Fachhochschule für Wirtschaft in Paderborn (hier werden Unternehmensplanung und -führung realitätsnah simuliert), mit unserem breiten unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Angebot im Bereich der Sprachen und nicht zuletzt mit dem in NRW einzigartigen Fach Informatik-Technik im Wahlpflichtbereich der Klassen 9 und 10. Hier arbeiten wir eng zusammen mit der Ingenieurskammer-Bau NRW und der Fachhochschule Hamm-Lippstadt.
 
Zudem findet in der Stufe 9 im Berufs- und Informationszentrum in Soest eine Potenzialanalyse mit jedem einzelnen Schüler/ jeder einzelnen Schülerin statt. Durch eine individuelle Rückmeldung von Mitarbeitenden der Agentur für Arbeit werden Stärken aufgezeigt, die bei der Berufswahl entscheidend sein können.
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Philosophie

Die Philosophie ist so alt wie die Menschheit selbst und trotzdem aktueller denn je. Sie zählt als „Mutter aller Wissenschaften“ (Artistoteles) und beschäftigt sich mit den ersten und letzten Fragen der Menschheit.

Vielleicht hast du dich ja auch schonmal gefragt, woher die Welt eigentlich kommt, oder warum der Mensch so ist, wie er ist? Wie sieht eigentlich ein gerechter Staat aus und kann man künstliche Intelligenz ethisch rechtfertigen? Was ist eigentlich richtig und was ist falsch? Und was bedeutet Glück? …

Im Philosophieunterricht am GSO steht die Auseinandersetzung mit dir selbst im Vordergrund. Durch einen regen Austausch und Diskussionen untereinander wird das Fach lebendig und – dort wo es verschiedene Antworten auf dieselbe Frage gibt – spannend. Gedankenexperimente, Filmausschnitte oder Bilder regen zum Nachdenken und Diskutieren an.

Jede Zeit hat seine „großen Denker“, wie man die Philosophen auch nennt. Beginnend bei Sokrates, über Kant und Rousseau bis hin zu aktuellen Philosophen wie Habermas und Singer dienen uns deren Positionen zu immer aktuellen Fragen als Orientierung. Eine eigene Position begründet und widerspruchsfrei darzulegen ist das Ziel des Philosophieunterrichts am GSO und macht dich vielleicht ebenso zu einem „großen Denker“ unserer Zeit.

Lehrer

Mark Daute

Religion

Hallo, willkommen im Religionsunterricht am GSO!

An unserer Schule unterrichten wir Religion „konfessionell kooperativ“ – das heißt, hier haben christliche Schüler: innen unterschiedlicher Konfessionen (evangelisch, katholisch…) gemeinsam Religionsunterricht. Willkommen sind bei uns auch Schüler: innen anderer Religionen und ungetaufte Schüler: innen. Mit unseren unterschiedlichen Sichtweisen können wir gegenseitig unseren Horizont erweitern. 

Jede und jeder soll sich bei uns angenommen fühlen, unsere Wertschätzung für ihre oder seine Haltungen und Traditionen erfahren und für die Unterschiede, die sie oder er mitbringt. Dies bietet uns die Möglichkeit, das Eigene kennenzulernen, zu prüfen und zu vertiefen, und stärkt die Toleranz gegenüber dem Anderen und das Verantwortungsbewusstsein für die Gemeinschaft. Wir beschäftigen uns auch mit gesellschaftsrelevanten Themen und stellen uns die großen Fragen, die Menschen aller Zeiten bewegten: Wer bin ich eigentlich? Wo komm ich her? Wo geh ich hin?

Bei uns seid Ihr herzlich eingeladen, Euch mit Herz und Verstand einzubringen, eigene Fragen zu stellen und über Antworten des Glaubens und der Moral kritisch nachzudenken. Vom Fach Religion werden die Orientierungstage in der Jahrgangsstufe 10 initiiert, die Weihnachtsmusik inhaltlich mitgestaltet und Gottesdienste zu verschiedenen Anlässen angeboten. Auch im Unterricht selbst setzen wir uns am GSO oft „praktisch“ und vor allem sehr kreativ mit den unterschiedlichsten Inhalten auseinander. Auch der Besuch außerschulischer Lernorte (z.B. Diakonie, KIA, Lippstädter Moschee, ehemalige Synagoge, Bibeldorf in Rietberg etc.) oder das Einladen entsprechender Gäste fördern das Interesse, sich gedanklich mit den aktuellen Herausforderungen unserer Zeit auseinanderzusetzen oder regen dazu an, sich auch aktiv für ein soziales Miteinander zu engagieren.

Lehrer: innen

Ursula Fischer (rk), Rania Fächner (rk), ​ ​Kevin Messner (rk), Fabienne Kempen (ev)

Geschichte

Die kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit hilft uns, die Gegenwart zu verstehen, um die Zukunft zu gestalten.
Geschichte, ein verstaubtes Fach, das sich nur mit der Vergangenheit beschäftigt? Nein, auf keinen Fall. Gerade Geschichte gehört zu den Fächern, die uns helfen, unsere Zukunft bewusster zu gestalten.

Das Fach Geschichte bietet den Schüler*innen die Möglichkeit, in Abgrenzung von einer nur auf Europa fixierten Sichtweise viele andere faszinierende und interessante Formen des Zusammenlebens kennenzulernen und sich mit ihnen kritisch auseinan­derzusetzen. Die vertiefte Beschäftigung mit Geschichte zeigt außerdem, dass unsere jetzige Gesellschaft nicht immer so gewesen ist, wie sie jetzt ist, sondern dass sie sich unter den jeweils zeittypischen Gegebenheiten entwickelt hat. Hinterfragt werden die verändernden aber auch die bewahrenden Kräfte dieser Entwicklungen ebenso wie die konkrete Rolle einzelner Personen oder Personengruppen. So erfahren die Schüler*innen Geschichte und erkennen, dass Geschichte weit über die Vergangenheit hinausweist.

Ihre Kenntnisse und Erkenntnisse über Geschichte gewinnen die Schüler*innen aus Quellen (Texten, Bildern, Denkmälern …), die aus der Zeit stammen, über die man etwas erfahren möchte, sowie aus Sekundärtexten (z.B. Schulbuchtexten, Zeitschriftenartikeln …). Dabei lernen und üben sie die kritische Auseinandersetzung mit diesen Medien. Sie hinterfragen, welche Interessen der Verfasser eines Textes, der Maler eines Bildes, der Zeichner einer Karikatur, der Fotograf hatte und welche Ziele er mit seiner Darstellung anstrebte. Damit leistet das Fach Geschichte einen gerade heute wichtigen Beitrag zum kritischen Umgang mit Aussagen, Darstellungen und Massenmedien. Aus diesem kritisch-aufklärerischen Ansatz des Faches ergibt sich, dass ausgehend vom Fach Geschichte – ebenso wie vom Fach Religion - Veranstaltungen zum Erinnern in Lippstadt mitgestaltet werden. So gestalten Schüler*innen des GSO zum Beispiel regelmäßig das Gedenken an die Reichspogromnacht am 9.Novermber, sowie die Feier zur Erinnerung der von den Nazis ermordeten Arbeiter der Union mit. Insbesondere kann die Schule bereits auf eine langjährige Partnerschaft mit dem Archiv in Lippstadt zurückblicken.

Lehrer

Jan Bromby, Hendrik Jahns, Timm Kolditz, Tobias Kornek, Kevin Messner, Utz Meister

Erdkunde

„Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben.“
(Alexander von Humboldt zugeschrieben)

Immer nur Stadt, Land, Fluss? Mitnichten!

Das Fach Erdkunde hat viele Facetten. In einer Zeit, in der die Welt immer enger zusammenrückt, aber gleichzeitig auch immer komplexer wird, leistet insbesondere die Geographie einen Beitrag zum Verständnis gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Zusammenhänge. Im Mittelpunkt stehen dabei immer wir Menschen und unsere Wirkung auf den Raum. Wir betrachten globale und regionale Phänomene, analysieren und beurteilen sie. So erlangen die Schüler und Schülerinnen wichtige Urteils- und Handlungskompetenzen. Sie lernen, Materialien zielorientiert auszuwerten und aktuelle Entwicklungen kritisch zu hinterfragen. Dabei wird immer wieder der Aspekt der Nachhaltigkeit in den Vordergrund gestellt, um den Schülerinnen und Schülern die Relevanz der Ressourcenschonung deutlich zu machen. Das Kennenlernen fremder Länder, Menschen und Traditionen führt darüber hinaus zu einer Entwicklung von Akzeptanz und Toleranz gegenüber verschiedenen Kulturen.

Ein Beispiel zeigt die vielfältigen Verknüpfungen in der globalisierten Welt:

„Welche Auswirkungen hat der Kauf meines neuen T-Shirts?“ Dieses wäre eine mögliche Frage im Erdkundeunterricht, zu deren Beantwortung andere Aspekte geklärt werden müssen: Wo wächst die Baumwolle? Von wem und wie wird sie angebaut? Wie und wo wird das T-Shirt produziert? Wie sind die Lebensbedingungen der Arbeiter? Wie kommt das T-Shirt zu uns? Wer verdient wie viel an dem T-Shirt? Welchen Einfluss kann ich als Verbraucher mit meinen Kaufentscheidungen nehmen?

Das Fach Erdkunde leistet einen großen Beitrag zur Allgemeinbildung der Schülerinnen und Schüler. Neben den geographischen Inhalten wird auch fächerübergreifendes Wissen mit einbezogen, z.B. Biologie, Physik, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, um nur einige zu nennen. Besondere Berücksichtigung findet auch die Schulung im kritischen Umgang mit vielfältigen Medien, vom klassischen Atlas über Filme bis zu fachspezifischer Software. Der Unterricht muss nicht immer nur im Klassenraum stattfinden, sondern ermöglicht auf Exkursionen (z.B. zu landwirtschaftlichen Betrieben, zum Braunkohletagebau nach Garzweiler oder in verschiedene Städte) auch das Lernen vor Ort. Jedes Jahr nehmen wir außerdem am bundesweiten Wettbewerb „Diercke WISSEN“ teil.

Am GSO wird der Erdkundeunterricht in den Klassen 6-10 durchgängig erteilt. In der Sekundarstufe II gehört die Geographie zum gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld. Seit einigen Jahren werden neben den Grundkursen auch regelmäßig Leistungskurse eingerichtet.

Wir schließen mit einem Zitat von Immanuel Kant:

„Die Geographie […] erweitert den Gesichtskreis nicht wenig. Sie macht uns zu Weltbürgern und verbindet uns mit den entferntesten Nationen. Nichts bildet und kultiviert den gesunden Verstand mehr als Geographie.“

Lehrer: innen

Diane Schade, Johannes Sprute

Erziehungswissenschaft/ Pädagogik

Das Fach Erziehungswissenschaft leistet einen wesentlichen Beitrag, um junge Menschen zu einem verantwortlichen Leben in unserer Gesellschaft zu befähigen.
Gabriele Behler, Politikerin

Wie entwickelt sich ein Mensch von der Geburt bis ins hohe Alter? Wie lernt der Mensch? Welche Rahmenbedingungen und Spielräume braucht er, um zu sich selbst zu finden und zugleich ein verantwortungsbewusster Teilnehmer im sozialen Miteinander zu werden?

Diese Fragen und noch viele mehr werden im Pädagogikunterricht diskutiert. Hierzu werden erziehungswissenschaftliche Theorien, aber auch Erkenntnisse aus Nachbarwissenschaften, vor allem der Soziologie, Psychologie, sowie der Philosophie, Geschichte und Biologie herangezogen, um ein Orientierungswissen zu gewinnen, womit man die Fragen beantworten, kritisch überdenken oder neue Fragen entwickeln und an die Praxis herantragen kann.

Das Fach Erziehungswissenschaft hat eine langjährige Tradition am GSO. Seit seiner Einführung an unserer Schule wird es in jedem Schuljahr von vielen Schülerinnen und Schülern ab der Jahrgangsstufe 10 als Grund- oder Leistungskurs angewählt. Das Fach bietet ganz besondere Chancen des Lernens, weil es zum einen zwischen Theorie und Praxis vermittelt, noch dazu einer Praxis, in welche die Schülerinnen und Schüler selbst noch involviert sind. Und zum anderen, weil es die Schüler*innen systematisch an grundlegende Fragen der Erziehung, des Lernens, der Entwicklung und Sozialisation und der normativen Voraussetzungen von Erziehung in historischen oder interkulturellen Kontexten einführt. Außerdem wird über die Anforderungen an pädagogische Berufe nachgedacht.

So erhalten die Schüler: innen die Möglichkeit über ihr eigenes Leben zu reflektieren und zu „Konstrukteuren ihrer eigenen Persönlichkeit“ zu werden, aber auch über das Gelingen des Lebens anderer Menschen nachzudenken und die demokratische Gesellschaft verantwortungsvoll mit zu gestalten. Weil in unserem Fach die wissenschaftlichen Theorien und Erklärungsmuster stets auf die eigene Person und ihre Erziehungswirklichkeit bezogen werden können, trägt es stark zur Ausbildung von stabilen und verantwortungsvollen Persönlichkeiten mit softskills bei, welche heute oft in Ausbildung, Beruf und Studium vorausgesetzt werden.

Lehrerinnen

Katharina Dow, Denise Schäfer

Wirtschaft - Politik (Sek I)/ Sozialwissenschaften (Sek II)

Wenn wir in der medialen Berichterstattung mit Schlagworten wie Steuern, Rezession, EZB, Jugendkriminalität, Flüchtlingskrise, Asylrecht, Wahlrecht oder Parteiverbotsverfahren konfrontiert sind, stellen wir fest, dass alle diese Schlagworte ohne fundierte Kenntnisse nicht gänzlich zu verstehen sind. Wenn man also wissen will, was alle diese Schlagworte bedeuten, wenn man mitreden möchte und kompetent seine Wahlentscheidungen treffen möchte, dann ist man im Fach Wirtschaft-Politik / Sozialwissenschaften richtig aufgehoben.

Das Fach Wirtschaft-Politik wird an unserer Schule in der Sekundarstufe I in fast allen Jahrgangsstufen unterrichtet und in der Oberstufe als Fach Sozialwissenschaften mit den Teildisziplinen Soziologie, Politologie und Ökonomie in den Jahrgangsstufen EF, Q1 und Q2 fortgeführt.

Schlussendliche Intention des Faches ist neben der Vermittlung von Fachwissen und der Schulung der Methoden- und Handlungskompetenz, die Schülerinnen und Schüler insbesondere hinsichtlich der Förderung ihrer eigenen politischen Urteilsbildung zu unterstützen. Deshalb ist das Fach Wirtschaft-Politik / Sozialwissenschaften von fundamentaler Bedeutung für die politische Bildung.

Besondere Angebote unserer Schule

Bundeswettbewerb „Jugend debattiert“
Unsere Schule ist seit dem Schuljahr 2003/2004 eine Netzwerkschule bei „Jugend debattiert“ und unsere Schüler: innen erreichen in diesem Debattierwettbewerb regelmäßig gute bis sehr gute Platzierungen bis hin zur Regional- und Landesebene. Der Wettbewerb nimmt besonders in unserem Fach einen hohen Stellenwert ein, da hier aktuelle strittige politische Fragen heiß diskutiert werden und die Jugendlichen durch die Teilnahme an „Jugend debattiert“ neben der Aneignung von neuem Sachwissen auch ihre Ausdrucksfähigkeit, ihre Gesprächsfähigkeit und ihre Überzeugungskraft trainieren und sich intensiv mit politischen Streitfragen auseinandersetzen.

Planspiel Börse
Ebenso regelmäßig beteiligen sich interessierte Schüler: innen am Planspiel Börse, wobei sie in Teams wirtschaftliche Grundkenntnisse sowie Börsenwissen erlangen. Sie können ihr Wissen über Geld und Finanzen online praktisch anwenden und noch dabei attraktive Preise gewinnen.

Juniorwahl
Vor einer Landtags-, Bundestags- und Europawahl gehen auch unsere Schüler: innen zur Wahlurne und geben wie bei der richtigen Wahl ihre Stimme für Parteien und Abgeordnete ab. Hierauf werden die Jugendlichen im Unterricht vorbereitet, indem Wahlprogramme gesichtet werden und nach Möglichkeit auch Podiumsdiskussionen an unserer Schule stattfinden. Die Juniorwahl vermittelt den Jugendlichen nicht nur, wie eine demokratische Wahl abläuft, sondern auch, dass ihre Stimme von Bedeutung ist. Dabei fungieren engagierte Schüler: innen als Wahlhelfer: innen bei der Organisation und Durchführung der Wahl.

Lehrer: innen

Marc Richert, Denise Schäfer, Anja Vogt

Französisch

Bonjour!
Warum solltest du Französisch lernen?
Französischkenntnisse öffnen Türen, denn ...
  • du erhältst einen Einblick in die französische Kultur und in die anderer frankophoner Länder,
  • du kannst Kontakte über die Grenzen Deutschlands hinweg knüpfen,
  • du verbesserst deine beruflichen Chancen, da Frankreich und Deutschland wirtschaftlich, politisch und kulturell eng verbunden sind.

Wie wird Französisch am GSO unterrichtet?

  • Du lernst von Anfang an, dich auf Französisch mündlich und schriftlich verständlich zu machen.
  • In Rollenspielen übst du Situationen ein, die dich befähigen, Alltagssituationen in der Zielsprache zu meistern.
  • Mit Hilfe von Filmsequenzen trainierst du dein Hör-/Sehverstehen.

Ab wann kannst du Französisch lernen?

In der Sek I:
Du wählst Französisch ab der 7. bis zur 10. Klasse, die ersten beiden Jahre vier Stunden in der Woche, dann jeweils drei Stunden (Lehrwerk: „Découvertes“ Ausgabe ab 2020 vom Klett Verlag)

In der Sek II:
Du kannst Französisch in der Oberstufe bis zum Abitur weiterlernen und zwar in Kursen in Kooperation mit dem Ostendorf-Gymnasium.
Mit Französisch kannst du eine Brücke zum Nachbarland schlagen!

Lehrerin

Sabine Bertenrath

Bilingual

Englisch Geschichte Bilingual in der Jahrgangsstufe 8 und Englisch Erdkunde in Jahrgangsstufe 9 im Wahlpflichtbereich
Orientiert an den Vorgaben des Faches Geschichte erleben die Schüler in der Jahrgangsstufe 8 zum ersten Mal die Begegnung eines Schulfaches in englischer Sprache.

Im Fokus stehen dabei Aspekte der Geschichte der Englisch sprechenden Welt mit Themen wie Auswanderung nach Amerika bzw. in die USA, Ursachen und Auswirkungen der Expansion des Britischen Weltreiches, oder die Begegnung von Kulturen im Zeitalter des Kolonialismus und Imperialismus.

Dabei werden die Schüler schrittweise mit der Anwendung bekannter Methoden der historischen Untersuchung in der englischen Sprache vertraut gemacht.

Ein weiteres Ziel unseres bilingualen Unterrichts ist zudem, die Kompetenzen im Gebrauch der englischen Sprachen zu erweitern und zu vertiefen.

In der Jahrgangsstufe 9 findet dann der Wechsel zum Fach Erdkunde statt. Nach einer kurzen Einführungsphase in die Arbeit mit englischem Karten- und Datenmaterial werden – orientiert an den fachlichen Kernlehrplänen - Themenbereiche gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern festgelegt. Diese umfassen z. B. Themen der Stadtgeographie, der Bevölkerungsentwicklung, des Tourismus sowie Probleme der Entwicklungsländer und der Globalisierung.

Neben den thematischen und methodischen Kompetenzen wird auch gerade der Weiterentwicklung der sprachlichen Kompetenz angemessen Raum gegeben, da nicht nur die bloße Wissensvermittlung, sondern gerade auch die Kommunikationsfähigkeit im Fokus stehen.

Latein

Latein lebt weiter in den Naturwissenschaften, in der Medizin, in den Rechts- und Staatswissenschaften sowie Sozialwissenschaften, in der Geschichte und in den modernen europäischen Fremdsprachen: Überall findet man lateinische Spuren. Deshalb gilt diese Sprache auch nach dem Ende des römischen Reiches als Basissprache Europas. Viele Universitäten, an denen man diese Fächer studieren kann, verlangen als Zugangsvoraussetzung das Latinum oder einsetzbare Lateinkenntnisse.
Ein weiterer Grund, warum Latein bis heute weiterlebt, ist sein großer Einfluss auf viele moderne Fremdsprachen, wie Italienisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch und Rumänisch. Sie haben sich aus Latein entwickelt. Aber auch in Englisch finden sich unzählige Wörter mit lateinischen Wurzeln. Wer Latein lernt, erkennt diese Verwandtschaft und versteht viele Fremdwörter leichter. So wirkt Latein im Wortschatz vieler moderner Sprachen weiter und hilft, deren Struktur und Entwicklung besser zu begreifen.
Über das Medium lateinischer Texte kann man wichtige Entwicklungen zurückverfolgen: zentrale Ideen der Wissenschaften, des Staatswesens, heute noch allgemeingültiger Rechtsgrundsätze und anderer wichtiger Merkmale der abendländisch-europäischen Kultur werden durch die lateinischen Texte vermittelt. Deshalb ist die Befähigung der Schülerinnen und Schüler zur historischen Kommunikation, also zum Dialog mit der Vergangenheit durch die Texte, eine zentrale Aufgabe des Lateinunterrichtes. Somit fördert er die kulturelle und interkulturelle Kompetenz der Schülerinnen und Schüler.
Nach dem Prinzip der Zweisprachigkeit werden in dieser Phase des Unterrichtes lateinische Originaltexte erarbeitet. Diese vermitteln Fähigkeiten und Kenntnisse in den Bereichen der lateinischen Sprache, der lateinischen Literatur, der kulturellen Hintergründe des Lateinischen und der Rezeption und Tradition lateinisch sprachiger Texte.
Als Gegenstand des Unterrichts ist das Lateinische keine Sprache, die der unmittelbaren Verständigung dient, sondern es stellt als überschaubares System ein Modell von Sprache dar, das sich aufgrund der historischen Distanz in besonderer Weise für sprachreflektierendes Arbeiten anbietet, d.h. zum Vergleich des Lateinischen mit der Muttersprache und zu Überlegungen, wie Sprache überhaupt funktioniert.
Auch in Zeiten von KI und anderen digitalen Informations- und Textbearbeitungsmöglichkeiten ist das Entschlüsseln und Übersetzen lateinischer Texte ein kreativer Beitrag zum Verständnis lateinischer Texte und ein erster Schritt zur vertiefenden Interpretation.
Am GSO ist Latein die 2. Fremdsprache, die neben Französisch und Spanisch als Alternative ab der 7. Klasse im Differenzierungsbereich I gewählt werden kann. Der Lateinlehrgang der Sekundarstufe I ist am GSO ein A-Kurs, d.h. er umfasst die Jahrgangsstufen 7-10, an deren Ende die Schüler: innen die erforderlichen Kompetenzen erworben haben, leichte und mittelschwere lateinische Originaltexte zu erschließen, zu übersetzen und zu interpretieren.
In der Sekundarstufe II findet der Lateinunterricht als Fortführung der A-Kurse aus der Sek I in der Stufe EF statt und vermittelt bei erfolgreicher Teilnahme die Berechtigung, auf dem Abiturzeugnis das Latinum bescheinigt zu bekommen.

Lehrer: innen

Ursula Fischer, ​Tobias Kornek

Spanisch

Das Fach Spanisch ist am GSO ab der Klasse 7, als zweite Fremdsprache, ab der Klasse 9, als dritte Fremdsprache und ab der Jahrgangsstufe EF als neu einsetzende Fremdsprache wählbar. Schüler: innen, die Spanisch ab Klasse 7 oder 9 belegt haben, können in der Oberstufe Spanisch als Grundkurs fortführen oder ggf. als Leistungskurs anwählen. Der Unterricht nimmt nicht nur den Aufbau der Sprachkompetenz in den Blick, sondern vermittelt auch Kenntnisse in die spanische und lateinamerikanische Kultur. Auf diese Weise lernen die Schüler: innen die kulturelle Vielfalt der spanischsprachigen Länder kennen.

Ziele des Faches Spanisch

Ein Schwerpunkt des Spanischunterrichts am GSO ist die Kommunikation in der Fremdsprache Spanisch. Auf diese Weise erhalten die Schülerinnen und Schüler die Kompetenz sich in anderen kulturellen Räumen auch außerhalb Europas zu bewegen. So nutzten in den letzten Jahren zahlreiche Schüler: innen die Gelegenheit, um nach dem Abitur in einigen Ländern Lateinamerikas ein soziales Jahr oder ein Praktikum zu absolvieren. Das Kennenlernen der bis dahin fremde Kulturen und das Vertiefen der Sprachkompetenz auf Spanisch werden sie gewiss nachhaltig prägen und begleiten.

Neben der Sprechkompetenz ist die Begegnung mit einer oder mehrerer fremder (spanischsprachigen) Kulturen ein großes Anliegen der Fachschaft Spanisch. Dabei wird Wert darauf gelegt, dass die Unterschiede nicht nur auf der Ebene der Texte bleiben. So stehen im Laufe des Schuljahres gemeinsame Erlebnisse an, die das Fach mit Leben füllen, u.a. gemeinsames Kochen und der Besuch von Gästen aus dem spanischsprachigen Raum, aber auch von ehemaligen Schüler: innen, die über ihre Erfahrungen in Spanien und/oder Lateinamerika berichten.

Unsere Lehrwerke

Begleitet wird der Spanischunterricht von folgenden Lehrwerken:

¡Apúntate! (Cornelsen) in der Klasse 7-10.
A_tope.com (Cornelsen) in der Einführungsphase und authentische Material in der Qualifikationsphase.

Lehrerin

Dr. Fátima Gallego, Raquel Lopez Chao

Englisch

Jede neue Sprache ist wie ein offenes Fenster, das einen neuen Ausblick auf die Welt eröffnet und die Lebensauffassung weitet (Frank Harris). Wie viele Fenster vermag Englisch - nicht nur eine, sondern die Weltsprache schlechthin – zu öffnen? Auch am Gymnasium Schloss Overhagen hat Englisch einen hohen Stellenwert.

Von der 5. Klasse bis zum Abitur erkunden wir im Englischunterricht mithilfe des Lehrwerks verschiedene englischsprachige Länder und Kulturen. Für besonders interessierte Schüler: innen bieten wir darüber hinaus die Möglichkeit, ihre Sprachkenntnisse im echten Leben anzuwenden – zum Beispiel bei einer Sprachreise in die britische Metropole London.

Zusätzlich zum verpflichtenden Unterricht bieten wir im Fach Englisch am GSO ab der Klasse 5 Ergänzungsstunden (teils im Klassenverband am Vormittag, teils in Kleingruppen im Nachmittagsbereich) an. Im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung können auch über eine wöchentlich stattfindende Förderstunde kurzfristig entstandene Lücken (beispielsweise nach einer längeren Krankheitsphase) aufgearbeitet werden.

So erleben wir – trotz Klassenarbeiten und Prüfungsstress - Tag für Tag, dass das Erlernen einer Fremdsprache mehr ist als Vokabeln und Grammatik büffeln. Wenn man nach und nach die Songtexte seiner Lieblingsgruppe immer besser versteht, im Internet zunehmend besser mit englischsprachigen Seiten zurechtkommt und schließlich im Urlaub vielleicht sogar den Eltern bei Verständigungsproblemen helfen kann, weiß man, wofür man gelernt hat und auch weiterhin lernt, denn bereits Mark Twain bemerkte „I have travelled more than anyone else, and I have noticed that even the angels speak English with an accent.”

Lehrer:innen

Stefanie Albrecht, Juliane Conroy, Mark Daute, Anja Vogt, Lea Weber

Deutsch

Alle Sprache ist Bezeichnung der Gedanken, und umgekehrt die vorzüglichste Art der Gedankenbezeichnung ist die durch Sprache, dieses größte Mittel, sich selbst und andere zu verstehen.
(Immanuel Kant (1724-1804), deutscher Philosoph)

Willkommen im Deutsch-Unterricht am GSO! Liebe SchülerInnen,

um das Zitat zu verstehen, musstet ihr dieses bestimmt einige Male lesen. Und so wird es euch bestimmt auch das eine oder andere Male im Deutsch-Unterricht beim Lesen „schwerverdaulicher Kost“ ergehen. Denn die Werke der Dichter und Denker und die Theorien zu Themen wie Sprachentwicklung und dem Verhältnis von Sprache und Denken, mit denen ihr euch beispielsweise in der Sek II auseinandersetzen werdet, werden nicht allesamt einfach verständlich sein.

Doch genau dazu wollen wir euch im Deutsch-Unterricht befähigen und ermutigen: Neben der aktiven Beherrschung der deutschen Sprache in mündlicher und schriftlicher Form sollt ihr dazu imstande sein, Textaussagen strukturiert wiedergeben zu können, sie zu verstehen, deren Absicht zu ermitteln und dementsprechend auch kritisch zu hinterfragen. Diese Fähigkeit ist zudem die Grundlage für eine breite Kompetenzentwicklung in allen anderen Fachbereichen. Die Auseinandersetzung mit diesen Texten schult die Fähigkeit, in Bezug auf gesellschaftliche und politische Themen in den Diskurs treten zu können, sich die Welt zu erschließen und sich selbst zu reflektieren und so zu einem Selbstbild zu gelangen. Zudem kommt dem Fach Deutsch die Aufgabe zu, euch mit den Chancen und Gefahren moderner Medien vertraut zu machen und euch damit auf die Erwartungen und Erfordernisse der heutigen Gesellschaft vorzubereiten.

Die sichere Beherrschung der deutschen Sprache in Schrift und Ausdruck ist erstes Ziel ab der 5. Jahrgangsstufe. Deswegen kommen in Klasse 5 zur Leseförderung beispielsweise Schmökerschatullen zum Einsatz: ihr könnt euch an den Leseregalen, die ihr in euren Klassenräumen findet, Bücher ausleihen. Die Regale werden dabei Jahr um Jahr mit Büchern lesefreudiger SchülerInnen erweitert. Gerade zur Vorbereitung auf den Vorlesewettbewerb in Klasse 6, an dem wir regelmäßig teilnehmen, sind diese Bücherregale sehr beliebt. Am Welttag des Buches steht der Ausflug zur Stadtbücherei auf dem Programm.

Neben den klaren Regeln der deutschen Sprache lernt ihr bereits in den unteren Jahrgängen, dass Sprache auch verspielt und fantasievoll sein kann. Dort dürft ihr eintauchen in die Märchen- und Sagenwelt der alten und neuen Zeit und euch beim eigenen Verfassen von Texten selbst kreativ ausleben. Unsere Theaterbühne bietet hier die optimale Möglichkeit, diese Erzählungen zum Leben zu erwecken. SchülerInnen des GSO nutzen zur Präsentation ihrer schriftlichen kreativen Arbeiten auch gerne die Möglichkeit, diese in der Pausenhalle auszustellen.

In Klasse 8 bieten wir euch einen vertieften Einblick in die Welt der Zeitung. In Zusammenarbeit mit einer regionalen Tageszeitung setzt ihr euch unter anderem mit den verschiedenen Facetten von Artikeln auseinander, erhaltet in einem persönlichen Gespräch mit ZeitungsmitarbeiterInnen einen Einblick in die journalistische Tätigkeit als auch einen Einblick in den sinnvollen Einsatz der neuen Medien.

In der Jahrgangsstufe 8 wird euch das Debattierformat „Jugend debattiert“ vorgestellt. Dabei könnt ihr eure dadurch vielleicht gewonnene Freude am Debattieren und euer Können in den offiziellen Wettbewerben von „Jugend debattiert“, an denen wir regelmäßig teilnehmen und die auch unter anderem bei uns ausgetragen werden, unter Beweis stellen.

Da wir in der Jahrgangsstufe EF (Klasse 10) ein zwei- bis dreiwöchiges Berufspraktikum durchführen, arbeiten wir in der Jahrgangsstufe 9 auf die Berufsorientierung hin, indem wir das Verfassen von Bewerbungsschreiben und Lebensläufen einüben.

In der Sek II ermöglichen wir unseren LK-SchülerInnen eine Studienfahrt nach Weimar, in der sie Einblicke in die kulturellen und geschichtlichen Schmuckstücke dieser Stadt, wie beispielsweise die Wohn- und Wirkstätten der beiden großen Dichter der Klassik, Goethe und Schiller, gewinnen können. Weitere Tagesausflüge (z.B. Burg Hülshoff), Theaterbesuche oder Aufführungen auf unserer Theaterbühne im Schloss (beispielsweise Goethes „Faust“ in einer Ein-Mann-Aufführung) sollen den Deutsch-Unterricht der Sek II abrunden.

Lehrer:innen

Stefanie Albrecht, Sabine Bertenrath, Jan Bromby, Juliane Conroy, Rania Fächner, Dr. Fátima Gallego, Hendrik Jahns, Fabienne Kempen, Raquel Lopez Chao, Kevin Messner, Diane Schade, Denise Schäfer, Nicky Schwartze, Sarah Streffing

Musik

Musik an unserer Schule – mehr als nur ein Unterrichtsfach

Musikunterricht ist mehr als Notenlesen, Taktgefühl und Theorie. Denn Musik soll nicht nur verstanden, sondern erlebt werden. Musikunterricht bedeutet Ausdruck, Gemeinschaft und die Möglichkeit, sich auf kreative Weise mit sich selbst und der Welt auseinanderzusetzen. Gerade im oft hektischen Schulalltag bietet Musik einen Raum, der verbindet und berührt.

Ein paar Highlights aus dem Unterrichtsalltag der verschiedenen Stufen:
Unterstufe: Singen, Spielen, Entdecken
In der Unterstufe steht das gemeinsame Musizieren im Mittelpunkt: Singen, Rhythmusspiele und szenische Umsetzungen machen Musik erlebbar – und stärken ganz nebenbei Gemeinschaft und Selbstbewusstsein.

Mittelstufe: Wer bin ich – und was hat Musik damit zu tun?
In der Mittelstufe beschäftigen wir uns mit Musik als Ausdruck von Identität. Im Projekt „Rhythm is it!“ der Berliner Philharmoniker erleben Schüler: innen, wie Musik Grenzen überwindet. Auch aktuelle Fragen rund um Urheberrecht, GEMA und Musiknutzung in sozialen Medien sind Thema – denn wer selbst Musik nutzt oder teilt, sollte wissen, was erlaubt ist.

Oberstufe: Freiheit, Verantwortung, Widerstand – Musik im Spiegel der Geschichte
In der Oberstufe tauchen wir ein, in die großen Themen der Menschheit: Werke aus Oper und Oratorium, Klangexperimente Neuer Musik und ein besonderes Augenmerk auf Musik im Nationalsozialismus öffnen den Blick auf die politische Kraft von Musik.

Ein Höhepunkt im musikalischen Schuljahr ist unsere Weihnachtsmusik, die stets unter einem besonderen Thema steht – zuletzt: „Et in Terra Pax – Und Frieden auf Erden“
Musik und Texte gehen dabei eine eindrucksvolle Verbindung ein. Auch wenn unser Fachbereich klein ist, gelingt es regelmäßig, ein Projekt-Ensemble aus Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern zusammenzubringen, das mit großer Hingabe probt und aufführt. Diese Konzerte sind stille Höhepunkte voller Tiefe, Gemeinschaft und Besinnung – gerade auch mit dem traditionellen Beieinandersein in stimmungsvoller Atmosphäre im Anschluss an die musikalischen Darbietungen.

Musik mit Haltung? – Musik mit Wirkung.
Zurzeit unterrichtet eine Lehrkraft das Fach Musik an unserer Schule – mit viel Engagement und der festen Überzeugung, dass Musik von Geist und Herz lebt.
Wo keine AGs möglich sind, entstehen Projekte. Wo nicht alles perfekt ausgestattet ist, zählt die Idee und es wird mit Freude und Kreativität musiziert, ausprobiert und reflektiert.

Unser Ziel: Musik als Erfahrungsraum für Emotion, Ausdruck und Miteinander zu gestalten. Ob im Unterricht oder bei besonderen Anlässen – wir glauben an die Kraft der Musik.

Lehrerin

Ursula Fischer

Kunst

Gestalten. Entdecken. Wachsen.

Im Zentrum des Kunstunterrichts steht die Freude am kreativen Gestalten mit Formen und Farben. Fantasie und Ausdruckskraft sind dabei ebenso wichtig wie das Erlernen
gestalterischer Techniken – von Farbenlehre und Perspektive bis hin zu Druckverfahren.
Wir fördern das kreative Potenzial jedes einzelnen Schülers und jeder einzelnen Schülerin. Ob in Zeichnungen, Malereien, Drucken oder plastischen Arbeiten: Der Kunstunterricht bietet Raum für persönliche Entfaltung und unterstützt die Entwicklung einer individuellen künstlerischen Handschrift. Dieser Prozess der Selbstfindung trägt wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung bei – und kann wichtige Impulse für die spätere Berufswahl geben.
Neben der praktischen Arbeit spielt auch die Theorie eine zentrale Rolle: Das geschulte,
analytische Sehen, das Verständnis für Komposition, Proportionen, Farbwahl und
Materialeinsatz sowie die Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte stärken das
ästhetische Urteilsvermögen.
Unser Ziel ist es, die kreative Ausdrucksfähigkeit als zentralen Bestandteil ganzheitlicher
Bildung zu fördern. Dieses Verständnis von Kunst zeigt sich auch in den vielfältigen
Abschlussarbeiten unserer Abiturientinnen und Abiturienten, die regelmäßig die Wände (und den Schlosspark) unserer Schule schmücken – als sichtbare Zeichen ihrer Kreativität, Individualität und der Heterogenität unserer Schülerschaft sowie ihrer Verbundenheit mit dem GSO.

Lehrerinnen

Sarah Streffing, Lea Weber

Theater

Das Differenzierungsfach ‚Theater und Darstellendes Spiel’ sowie der Literaturkurs der Oberstufe sind zwei ganz besondere Fächer, die im schönsten Raum unserer Schule unterrichtet werden – dem Schlosstheater! Diese so außergewöhnlichen Fächer bieten euch Freiräume zum Kreieren, Ausprobieren, Überwinden, Scheitern, Wiederaufstehen und Erfolge feiern.

Warum aber sollte man ein Fach wie ‚Theater' oder ‚Literatur’ überhaupt wählen – am besten lässt man hier die Schüler: innen zu Wort kommen, die dieses Fach belegt haben:

„Theater ist ein Fach wie kein anderes. Während man in Mathe, Deutsch oder Englisch vielleicht nur still herumsitzen darf, ist das im Theater eigentlich der größte Fehler, den es gibt. Im Theater stehen wir auf und wir gehen auf die Bühne! Wir schreien, singen, tanzen und weinen im Unterricht, um die beste Performance abzuliefern, die diese Schule je gesehen hat. Aber um das zu erreichen, muss jeder Schüler, der dieses Fach wählt, seine Komfortzone verlassen und z. B. lernen, vor anderen Leuten zu sprechen und zu spielen."

„Für mich ist der Theaterunterricht ein ganz besonderer Unterricht, in dem ich jemand ganz anderes sein kann. In unserem Unterricht darf man Dinge machen, die sonst vielleicht gar nicht erlaubt sind. Oder dürft ihr im Matheunterricht etwa herumspringen, aus voller Kehle schreien, lauthals lachen oder herzergreifend schluchzen? Im Theater ist das sogar erwünscht!“

Der Unterricht setzt sich aus vielen künstlerischen Bereichen zusammen: Man stellt Gedanken, Gefühle, Fantasien und Vorstellungen, Ereignisse, Situationen und Handlungen mit verschiedenen künstlerischen Mitteln dar, z. B. durch Bewegungen, Körperhaltungen, Mimik, Gestik, Farben, Klänge, Musik und Texte. Aber auch das kreative Schreiben oder die Arbeit mit digitalen Medien gehören selbstverständlich zum Unterrichtsalltag dazu.

Das ganzheitliche Lernen mit allen Sinnen ist dabei die Basis des Fachs. Eines der Hauptziele ist die Förderung und Stärkung persönlicher und sozialer Kompetenzen: mit anderen Menschen ‚klar kommen’; empathisch sein; eigene Bedürfnisse angemessen vertreten und zurücknehmen können sowie das Wissen um die eigene Wirkung auf andere Menschen stehen hier im Fokus.

Für uns als Theater-Ensemble sind die Aufführungen vor Publikum das Ziel all unserer Arbeit. Jedes Mitglied unseres Ensembles ordnet seine individuellen Wünsche und Interessen diesem Ziel unter, um so zum gemeinsamen Erfolg beizutragen (und die Theaterkasse zum Klingen zu bringen ;) ).

Ganz wichtig: Die Fächer sind nicht nur etwas für ‚Rampensäue’, v. a. schüchternen Schülerinnen und Schülern bieten sie unglaubliche Möglichkeiten, im Laufe des kreativen Prozesses Selbstbewusstsein zu entwickeln und aus sich herauszugehen! Also: Man muss nicht besonders selbstbewusst sein, um sich auf die Bühne zu trauen; es geht vielmehr darum zu lernen, sich auf die Theaterbühne zu trauen! Nur Mut, ich freue mich auf euch!

Das Differenzierungsfach ‚Theater’ kannst du in den Klassen 9 und 10 als zweistündiges Wahlpflichtfach wählen; der Literaturkurs ist ein dreistündiges Oberstufenfach, das nur in der Q1 unterrichtet wird und als Alternative zu Kunst oder Musik gewählt werden kann. Für unsere jüngsten Schüler gibt es eine tolle Theater-AG, die von Ehemaligen geleitet wird.

Lehrer

Hendrik Jahns

Sport

„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“
Arthur Schopenhauer, (1788-1860) deutscher Philosoph

Da bei uns der Sportunterricht viel in der Natur stattfindet, werden die Inhalte des Faches unter dem Aspekt der Gesundheitsorientierung vermittelt. Uns als Fachschaft ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler für lebenslanges Sporttreiben zu motivieren. Um das zu erreichen, werden sie – außer mit gängigen Sportarten wie Leichtathletik, Volleyball, Basketball, Turnen – auch mit Trendsportarten und weniger bekannten Sportmöglichkeiten vertraut gemacht, wie z. B. Spielen aus anderen Kulturen, Rugby u.a.

Vereine wie der BVB nutzen sowohl in der Nachwuchsarbeit als auch im Profibereich Übungen der Life Kinetik, um Antizipations-, Konzentrations- und Reaktionsfähigkeiten zu schulen. Bei uns werden Übungen der Life Kinetik als Teil des anderen Fachunterrichtes durchgeführt, um v. a. die Konzentrationsfähigkeit an langen Schultagen beizubehalten und die Aufmerksamkeitsspanne der Lernenden zu erhöhen.

An der Schule gibt es ein sportliches AG-Angebot. Ab dem Schuljahr 2022/23 etabliert die Fachschaft in der Klasse 8 eine obligatorische Skiexkursion in die Alpen. In den Klassen 5 und 7 findet der lehrplangerechte Schwimmunterricht im Cabrioli in Lippstadt statt.

Neben der Gesundheitsorientierung hat der Leistungsgedanke einen großen Stellenwert im Unterricht und bei der Benotung. Anstrengungsbereitschaft und Leistungsvermögen gehören dabei zusammen. Sich anzustrengen, um gute Leistungen erzielen zu können – und auch die Grenzen der Leistungsfähigkeit kennenzulernen –, sind wichtige Erfahrungen für die Schüler:innen. Die Besten der Jahrgänge haben die Möglichkeit, an Kreismeisterschaften in der Leichtathletik, im Tischtennis, im Handball, im Basketball teilzunehmen und sich so mit anderen zu messen.

Uns als Fachschaft Sport ist neben der Gesundheits- und Leistungsorientierung auch wichtig, die Schüler: innen zu teamfähigen, verantwortungsbewussten Menschen zu erziehen, die ihre spezifischen Fähig- und Fertigkeiten in motorischer wie in kognitiver Hinsicht weiterentwickeln.

Leistungsüberprüfungen im Fach Sport finden sowohl unterrichtsbegleitend als auch punktuell statt. Die Teilnahme an Sportveranstaltungen – wie Altstadtlauf, Kreismeisterschaften, Schulsportfeste, Sportabzeichen, Jedermann-10-Kampf, Takeshi-Turnier – bieten motivierende Anlässe für die Schüler: innen, ihre Fähigkeiten mit Spaß unter Beweis zu stellen. In der Oberstufe werden sie in Planung und Organisation solcher Veranstaltungen mit einbezogen.

An der Schule findet der Sportunterricht in einer kleinen, gut ausgestatteten Turnhalle gegenüber dem Schloss statt. Da das GSO in der Natur liegt, nutzen wir die Möglichkeiten der Umgebung für den Unterricht. In unmittelbarer Nähe zur Schule befinden sich Fußballplätze, Tennisanlagen, Laufwege bis in die Lippe-Wiese, Sandanlagen für das Weitsprungtraining und auch wenig befahrene Straßen werden genutzt zum Radfahren, Inlineskaten und Laufen. In der Oberstufe, v. a. im Leistungskurs Sport, den wir regelmäßig anbieten können, werden externe Turnhallen und Plätze in Lippstadt genutzt.

Lehrer

Timm Kolditz, Julian König, ​Johannes Sprute, ​Gerd Strickmann, Dirk Zacharias

Mathematik

Das technisch wissenschaftliche Weltbild moderner Gesellschaften beruht im hohen Maße auf Mathematik und ihrer Anwendung. Der Unterricht will das Besondere des mathematischen Denkens, der Abstraktion und der Symbolisierungsmittel deutlich machen und Wege zum Lösen nicht nur mathematischer Probleme aufzeigen.

Eine besondere Bedeutung bekommt hierbei die Anwendung der Mathematik in Sachsituationen in einer angstfreien und wertschätzenden Atmosphäre, um Mathematik den Schüler: innen greifbarer zu machen.

Weiterhin verfolgen wir das Ziel, zum einen unsere Lernenden für das Medienzeitalter zu professionalisieren und zum anderen besonders begabten Schüler: innen dabei zu helfen, ihr Potenzial auszuschöpfen. Gleichzeitig werden Schüler: innen mit Defiziten durch Zusatzangebote wie Förderkurse in Mathematik, Angleichungskurse in der Oberstufe und "Schüler: innen helfen Schülern" intensiv unterstützt. Besonderen Wert legen wir auf kooperative Lernformen in positiver Lern- und Arbeitsatmosphäre.

Lehrer: innen

Rania Fächner, Julian König, Utz Meister, Hannah Piepenbreier, Nicky Schwartze, Dirk Zacharias

Biologie

"Erstaunen ist der Beginn der Naturwissenschaft" (Aristoteles). 

Staunen können die Schüler: innen am GSO jeden Tag aufs Neue. Wenn sie die Natur mit wachen Augen auf dem von der Gräfte umgebenen Schul- und Schlossgelände wahrnehmen, gibt es in jeder Jahreszeit viel zu entdecken. So können wir im Biologieunterricht bei uns beheimatete Pflanzen und Tiere direkt vor Ort in ihrem Lebensraum beobachten und mittels geeigneter Methoden genauer untersuchen. Ob Wasservögel, Eichhörnchen, Spinnentiere oder Insekten in der Luft, im Boden, im Wasser, in der Hecke oder an der Steinmauer; Pilze, Frühblüher und Bäume lassen sich im ganzen Gelände bestimmen und wir können Vegetationsaufnahmen, Verhaltensbeobachtungen und vieles mehr draußen in der Natur machen. Im Fachraum kommen die Mikroskope und andere Geräte zum Einsatz. Auch hier sind uns ebenfalls Vielfalt, Anschaulichkeit und Verständlichkeit sehr wichtig. Deshalb nutzen wir regelmäßig unsere technischen Möglichkeiten (z.B. Smart Board, Tablets, Apple TV, Laptops, Do-kumenten- und Mikroskopkamera), auch um Schülerarbeiten präsentieren zu lassen.

Da Exkursionen und Freilandarbeit durch ihren starken Praxisbezug den Biologieunterricht bereichern und ergänzen, finden in der Mittelstufe entsprechend der jeweiligen Unterrichtsthemen gelegentlich auch eintägige Ausflüge statt. In der Oberstufe gibt es die Möglichkeit, mit unserer schuleigenen Ausstattung einen Einblick in gentechnische Arbeitsmethoden zu erhalten. Und in der Ökologie führen wir sowohl in der Mittel- als auch in der Oberstufe gewässerökologische Untersuchungen vor Ort an Gräfte, Gieseler oder an der renaturierten Lippe sowie weitere ökologische Unetrsuchungen in der Ökologischen Forschungsstation bei uns am GSO durch.

In der Unterstufe steht das genaue Beobachten und Beschreiben von Lebewesen im Vordergrund, während die Lernenden in den Klassen 8 und 10 nach und nach mehr mit den Methoden des wis-senschaftlichen Arbeitens vertraut gemacht werden: der eigenständigen wissenschaftlichen Hypothesenbildung und der Erfassung, Darstellung und Auswertung von Datenmaterial. Sie lernen Techniken geeigneter Präsentation von (eigenen) Ergebnissen sowie Techniken der Kommunikation und kritischen Beurteilung kennen. Der Unterricht in der gymnasialen Oberstufe orientiert sich an den Grundsätzen des wissenschaftspropädeutischen Arbeitens und bereitet die Schüler: innen in insgesamt drei Schuljahren auf das Zentralabitur vor.

Die Schüler: innen entwickeln im Biologieunterricht des GSO nicht nur Verständnis für die wechselseitige Abhängigkeit der zahlreichen Organsimen und den Bau und die Funktion von Organismen und ihres eigenen Körpers, sondern werden auch für ein umweltverträgliches und gesundheitsbewusstes, verantwortliches Handeln sensibilisiert.

Insbesondere Themen wie Sexualerziehung und Suchtprävention, aber auch Diskussionen über aktuelle bioethische Themen im Rahmen der Genetik, Ökologie, Neurobiologie und Evolution för-dern das Bewusstsein für eine individuelle und gesellschaftliche Verantwortung. So soll der Biologieunterricht am GSO zur Entwicklung eines individuellen Selbst- und eines verantwortlichen Weltverständnis der Lernenden beitragen. Deshalb setzen sich die Schüler: innen in der Klassenstufe 6, 8 und 10 in altersgemäßen Unterrichtseinheiten mit Themen der Sexualerziehung und in der Klasse 10, ausgehend von neurobiologischen Grundlagen, mit Fragen der Suchtprävention auseinander. Dazu werden oft zusätzliche Ansprechpartner eingeladen oder gemeinsam Veranstaltungen besucht.

Lehrer: innen

Dr. Benjamin Brinkmann, Katharina Dow, Fabienne Kempen, Dr. Hannah Piepenbreier

Chemie

Das Fach Chemie leistet einen wichtigen Beitrag zur naturwissenschaftlichen Grundbildung, indem es die stoffliche Welt unter besonderer Berücksichtigung der chemischen Reaktion beschreibt und experimentell untersucht. Durch den Umgang mit zunächst Unbekanntem, lernen unsere Schülerinnen und Schüler das Hinterfragen und Lösen von Problemen des Alltags.

In allen Jahrgangsstufen ist das Schülerexperiment zentraler Bestandteil des Unterrichts. Den Lernenden wird dabei von Anfang an vermittelt, dass die konsequente Einhaltung der Sicherheitsregeln Voraussetzung für ein erfolgreiches und gefahrloses Experimentieren ist. Bei den praktischen Übungen legen wir besonderes Augenmerk auf verantwortungsvolles Handeln in der Gruppe, Teamarbeit und Kooperationsfähigkeit.

Für den Unterricht steht seit kurzem ein modern eingerichteter Fachraum mit zahlreichen Laborarbeitsplätzen zur Verfügung. Auch die Chemiesammlung sowie die Sicherheitseinrichtungen befinden sich auf dem neusten Stand der Technik. Unsere verlässlichen Partner, Hueck Stiftung und Förderverein, unterstützen uns kontinuierlich bei der Anschaffung von Geräten und Chemikalien.

Dank der Förderung aus den Mitteln des „Digitalpakts Schule“ wird das digitale Arbeiten in Form von mobiler iPad-gestützter Messtechnik umfassend in den Experimentalunterricht integriert.

Die Motivation, die unsere Schüler: innen im Unterricht erfahren, führt zu regelmäßigen erfolgreichen Teilnahmen an Chemiewettbewerben des Landes NRW, wie zum Beispiel dem Tag der Chemie bei der Bayer AG in Bergkamen.

Das Fach Chemie wird am GSO ab der 7. Jahrgangsstufe durchgängig unterrichtet. In der Sekundarstufe II kann das Fach als Grund- oder Leistungskurs gewählt werden.

Lehrer: innen

Dr. Benjamin Brinkmann, Dr. Heike Koch, Marc Richert, Gerd Strickmann

Physik

Im Physikunterricht am GSO wollen wir die Begeisterung am Experimentieren wecken, um Phänomene des Alltags und technische Anwendungen verstehen zu können.

Ab der Klasse 5 werden die Schülerinnen und Schüler dazu ermuntert, selbstständig und aktiv naturwissenschaftliche Denkweisen und Methoden anzuwenden.

Der Physikunterricht ist so gestaltet, dass eine vom eigenen Erleben der Lernenden geleitete Auseinandersetzung mit physikalischen Inhalten ermöglicht wird. Dazu steht uns eine gut ausgestattete Sammlung zur Verfügung, die sowohl eindrucksvolle Demonstrationsexperimente, als auch Schülerübungen im Klassenverband ermöglicht. In Schülerversuchen werden das naturwissenschaftliche Arbeiten sowie Team- und Kritikfähigkeit gefördert.

Die Teilnahme an Wettbewerben, wie z.B. dem "Stratosphärenflug", „Physik aktiv“, „Physik im Advent“ oder anderen Wettbewerben (MNU), ergänzen den Unterricht und bieten vielfältige Möglichkeiten, sich intensiver und aus anderer Perspektive mit den Lerngegenständen auseinanderzusetzen.

Lehrer: innen

Timm Kolditz, Dr. Heike Koch,  Kevin Messner

Informatik / Technik

Zusammengesetzt aus den Worten „Information“ und „Automatik“ beschäftigt sich die Wissenschaft der Informatik mit der automatischen Informationsverarbeitung. Der Informatikunterricht setzt sich mit dem Verständnis von Computern und deren Funktionsweisen, dem Erlernen von Grundlagen der Programmierung und dem Erkennen der Auswirkungen der Informatik auf die Gesellschaft auseinander. Es werden sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Anwendungen vermittelt, um die Schüler:innen auf den Umgang mit digitalen Technologien vorzubereiten und ein kritisches Bewusstsein für deren Chancen und Risiken zu entwickeln.

Eine Besonderheit des Faches Informatik ist die Tatsache, dass das projektartige Arbeiten im Vordergrund steht. Teamarbeit ist ebenso selbstverständlich wie unverzichtbar.
Insbesondere die Problemlösefähigkeit sowie das Strukturieren und Ordnen werden im besonderen Maße gefördert.

Inhalte des Faches in den Klassenstufen 5/6

  • Information und Daten (Verschlüsselung, Codierung)
  • Algorithmen (Lösen von Problemen durch eindeutige Handlungsvorschriften, Erstellen eigener Programme)
  • Automaten und künstliche Intelligenz (Aufbau und Wirkungsweisen einfacher Automaten)
  • Informatiksysteme (Aufbau und Funktionsweisen sowie Anwendung von Informatiksystemen)
  • Informatik, Mensch und Gesellschaft (Informatiksysteme in der Lebens- und Arbeitswelt, Datenbewusstsein, Datensicherheit und Sicherheitsregeln)

Inhalte des Faches in den Klassenstufen 9/10

(Differenzierungskurs Informatik/ Technik):
  • IT-Grundlagen (Aufbau und Funktionsweise eines PCs, Was passiert beim Drücken einer Taste der Tastatur?, Logische Schaltungen)
  • Homepages (Aufbau und Struktur von Webseiten mit HTML und CSS)
  • block- und textbasierte Programmierung
  • Mechatronik: In der „Mechatronik“ lernen die Schüler: innen Sensoren kennen, mit denen Probleme unserer Zeit gelöst werden können. Um z.B. ein Auto mit Hilfe von Sensoren automatisch in eine Parklücke zu fahren, muss das sensorgestützte Auto zunächst gebaut werden. Dazu stehen EV3-Basis – und Ergänzungskästen von Lego zur Verfügung. Ist das Auto fertiggestellt, wird ein Programm geschrieben, das die Größe der Parklücken misst und entscheiden kann, wann eine Lücke zum Parken groß genug ist. Anschließend muss das Auto auch noch stoßfrei in die Lücke fahren.
  • Roboterwettbewerb: Zum Abschluss des zweijährigen Durchgangs nimmt die Gruppe an einem Roboterwettbewerb teil. In den Jahren 2014 und 2016 stellten sie jeweils das siegreiche Team beim Wettbewerb des stark-Vereins, der sich für die Ausbildung der Jugendlichen im Bereich Technik im Raum Lippstadt engagiert. Zusätzlich können die Schüler*innen auch an der Roboter-AG teilnehmen, die sich auf einen anderen Roboterwettbewerb vorbereitet.
  • Intensivierung des Unterrichts auch außerhalb der Schule
    • Zusammenarbeit mit der Hochschule Hamm/ Lippstadt
    • Besuche des Heinz-Nixdorf-Forums in Paderborn (z.B. Technik der Segways, Programmierung des humanoiden Roboters NAO oder Erstellen eines 3-D-Drucks)

Inhalte des Faches in der Sekundarstufe II

  • Daten und ihre Strukturierung (Objekte und Klassen, Datenbanken)
  • Algorithmen (Analyse. Entwurf und Implementierung von Algorithmen, Algorithmen in ausgewählten informatischen Kontexten, z.B. zum Suchen und Sortieren)
  • Formale Sprachen und Automaten und deren Grenzen (Syntax und Semantik einer Programmiersprache, endliche Automaten, Grammatiken regulärer Sprachen)
  • Informatiksysteme (Digitalisierung, Einzelrechner und Rechnernetzwerke, Dateisysteme, Internet)
  • Informatik, Mensch und Gesellschaft (Einsatz von Informatiksystemen, Wirkungen und Grenzen der Automatisierung, Geschichte der automatischen Datenverarbeitung)

Lehrer

Hendrik Jahns, Nicky Schwartze, Dirk Zacharias