Von Bildung bis Stadtentwicklung: Spannende Podiumsdiskussion am Gymnasium
Nachdem bereits im vergangenen Jahr die Podiumsdiskussion mit jungen Nachwuchspolitiker:innen zur Europawahl positive Resonanz erhalten hatte, fand anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahlen eine weitere Podiumsdiskussion bei uns am GSO statt. Am vergangenen Mittwoch, den 10. September 2025, begrüßten wir in unserer Pausenhalle Vertreter:innen aller im Stadtrat vertretenen Parteien: Arne Moritz (CDU), Elisabeth Körner (Die Grünen), Michael Bruns (Die Linke), Oliver Bertelt (SDP) , Dr. Torben Terwey (FDP), Hans-Dieter Marche (BG) und Patrick Rehm (AfD). Diese gaben den Jugendlichen einen Einblick in ihre Wahlprogramme und politische Zielsetzungen und stellten sich den Fragen der Schüler: innen. Anwesend waren auch die parteilosen Bürgermeisterkandidaten Jan Böttcher und Alexander Tschense, die im Publikum Platz nahmen.
Die Eröffnung der Podiumsdiskussion übernahm Herr Achaz von der Schulenburg, Vorsitzender des Schulvereins. Er erinnerte an die wertvolle Erfahrung aus dem Vorjahr und wünschte sich auch diesmal eine sachliche und respektvolle Diskussionskultur. Anschließend übergab er das Wort an Frau Vogt, die an diesem Vormittag souverän durch die Debatte führte.

Gleich zu Beginn wurde per Handzeichen sichtbar, dass sich viele Schüler:innen bereits intensiv mit der Wahl auseinandergesetzt hatten – gleichzeitig aber auch noch unsicher sind, welcher Partei oder welchem Kandidaten sie ihre Stimme geben sollen. Das Interesse an politischer Mitgestaltung war jedoch unübersehbar: Politik, so wurde deutlich, spielt im Leben der Jugendlichen eine wichtige Rolle.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde starteten die Gäste in die Debatte zu vier großen Themenbereichen: Schule und Bildung, Natur und Umwelt, Mobilität und Stadtentwicklung. Alle Parteien waren sich einig: Investitionen in Bildung sind unverzichtbar. Herr Moritz und Frau Körner betonten zudem, dass Lippstadt zwar bereits über eine gute schulische Ausstattung verfüge, man jedoch keinesfalls stehen bleiben dürfe, sondern kontinuierlich an Verbesserungen arbeiten wolle. Grüninseln in der Stadt, erneuerbare Energien und Hochwasserschutz standen im Zentrum der Debatte rund um Natur und Umwelt. Die Politiker: innen appellierten an die Eigenverantwortung und Vorbildfunktion – sowohl von Seiten der Stadt als auch von den Bürger:innen. Der Punkt Mobilität sorgte für lebhafte Wortmeldungen aus dem Publikum. Viele Schüler:innen wünschten sich einen dichteren Fahrplan, besonders in ländlichen Regionen, in denen abends keine Busse mehr fahren. Ein Schüler machte zudem auf die Barrieren an Bahn- und Bussteigen aufmerksam, die für mobilitätseingeschränkte Menschen eine große Herausforderung darstellen. Das Thema Stadtentwicklung konnte nur noch kurz angeschnitten werden – und doch wurde spürbar, dass es den Jugendlichen besonders am Herzen liegt.
Zum Ende der Veranstaltung waren sich die Politiker:innen daher überwiegend einig: Wer sich ärgert oder Ideen hat, sollte dieses Potential nutzen, um aktiv zu werden. Sie ermutigten die Jugendlichen, ihr Engagement beispielsweise in einem Schüler- oder Jugendparlament einzubringen. Auf diese Weise könne Demokratie gestärkt, politische Meinungsbildung vertieft und Projekte ins Leben gerufen werden, die die Interessen der Jugend unmittelbar widerspiegeln.

Die Podiumsdiskussion hat erneut gezeigt: Unsere Schüler:innen sind politisch interessiert, kritisch und bereit, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten. Ein großer Dank geht an die anwesenden Vertreter: innen der Parteien, die sich die Zeit genommen haben, miteinander und mit den Jugendlichen in die Diskussion zu gehen.