Zwischen Erschütterung und Erkenntnis: Reflexion aus dem Q1-Projektkurs Geschichte zum Besuch in Buchenwald
K(eine) Wiederholung?
Ich stand dort auf grauem Grund,
der Wind ging leise, stumm und rund.
Kein Laut, kein lachen – nur das Schweigen,
als würd´ die Zeit sich selbst verneigen.
Die Mauern kalt, der Himmel weit,
erzählen stumm von Schmerz und Zeit.
Vom Hoffen, Flehen, Leid und Wahn,
von dem, was Mensch dem Menschen getan.
Ich spürte kälte, tief im Herz,
so nah der Tod, so groß der Schmerz.
Wie kann in Menschen Hass besteh´n,
der and´re zwingt, zugrund´ zu geh´n?
Doch zwischen Asche, Staub und Stein,
spürte ich Hoffnung – zaghaft klein.
Denn wer hier steht und still versteht,
dass sowas nie mehr wieder vergeht.
Die Schritte hall´n so schwer, so klar,
ich fühl was einst gescheh´n war.
Kein Buch, kein Wort, kein Bild der Welt,
zeigt das, was sich hier offen stellt.
Und wenn ich geh, bleibt etwas hier,
doch etwas bleibt auch tief in mir.
Ein stilles Mahnen, das mich hält,
für Frieden in der eigenen Welt.
Drum trag ich weiter, was ich sah,
im Kopf, Herz – es bleibt nah.
Erinnerung sei meine Pflicht,
dass Dunkel nie das Licht zerbricht.